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Beratung und Hilfe

Sie vermuten, dass Sie selbst, ein Familienmitglied oder Freundin/Freund ein Suchtproblem haben und suchen Beratung und Hilfe? Scheuen Sie sich nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wir möchten Ihnen Mut machen, die bestehenden Beratungs- und Behandlungsangebote in Baden-Baden und Umkreis zu nutzen. Die hier aufgeführten Fachexperten, Behörden, Institutionen, Vereine und Selbsthilfegruppen helfen Ihnen gerne. Ebenso dienen ihre Hausärzte für Sie als Ansprechpartner*innen.

Sie haben Interesse?

Sprechen Sie uns an!

Kommunaler Suchtbeauftragter
07221 93-1445
suchtbeauftragter@baden-baden.de

Fachstelle Sucht Baden-Baden
07221 9964780
fs-baden-baden@bw-lv.de

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Unten stehendes Formular ausfüllen und einen persönlichen Telefontermin vereinbaren. Ein Ansprechpartner meldet sich bei Ihnen zum gewünschten Termin.

    Beratungsangebot

    Hilfen für suchtgefährdete und suchtkranke Erwachsene

    In Baden-Baden bietet die Fachstelle Sucht des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation ein umfangreiches ambulantes Beratungs- und Behandlungsangebot für suchtgefährdete oder suchtkranke Menschen. Auch Angehörige können sich vertrauensvoll an sie wenden. Die Fachstelle Sucht unterstützt Betroffene bei der Klärung ihres Anliegens, beantragt die Therapie beim jeweiligen Kostenträger und vermittelt sie in stationäre therapeutische Einrichtungen. Eine Beratung kann von Betroffenen, deren Freunden und Angehörigen grundsätzlich kostenfrei in Anspruch genommen werden. Auf Wunsch sind alle Gespräche anonym.

    Beratungsangebot

    Hilfen für suchtgefährdete und suchtkranke Kinder, Jugendliche und Heranwachsende

    Eltern sind häufig verunsichert und machen sich sorgen, wenn sie feststellen, dass ihre Kinder Alkohol, Zigaretten oder Drogen konsumieren.

    Sie experimentieren mit diesen Stoffen und suchen nach neuen Erfahrungen. Häufig probieren sie nur und belassen es dabei, jedoch sollten dabei die Gefahren nicht unterschätzt werden.

    In dieser Situation stellen sich Eltern häufig die Frage, was sie tun können und wie sie sich richtig verhalten sollen.

    Der Kommunale Suchtbeauftragte dient als Informations- und Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und alle weiteren beteiligten Personen.

    In Baden-Baden bietet die Fachstelle Sucht auch für junge Leute mit einer Suchtproblematik ein umfangreiches ambulantes Beratungs- und Behandlungsangebot. Eltern, Familienmitglieder oder Freunde können sich vertrauensvoll an sie wenden. Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch anonym. Alle Mitarbeiter*innen unterliegen der Schweigepflicht

    Ablauf beachten

    Die hier dargestellte Vorgehensweise ist ein Phasenmodell, bei dem jeder Schritt auf den vorherigen aufbaut. Hilfsmaßnahmen und Therapien sollten sich jedoch an den Motiven und individuellen Gegebenheiten orientieren.

    Behandlungswege – Vorgehensweise in einer Suchtbehandlung

    Schritt 1 | Entzug

    In wenigen Entfällen erfolgt vor dem Entzug eine separate Entgiftung.

    Der Entzug ist der erste Schritt auf dem Weg aus der Abhängigkeit. Der dreiwöchige qualifizierte Entzug erfolgt in einer psychiatrischen Klinik nach Anmeldung und umfasst zusätzliche multiprofessionelle Einzel- und Gruppentherapien.

    Während des Entzugs wird zunächst der Körper entgiftet und die körperliche Abhängigkeit überwunden. Dabei können schwere körperliche und seelische Symptome auftreten. Ein Alkoholentzug sollte daher nicht ohne ärztliche Aufsicht angegangen werden!

    Speziell ausgebildete medizinische und pflegerische Fachkräfte überwachen nicht nur den körperlichen Entzug, sondern bieten auch begleitende Gespräche und weiterführende Informationen sowie gegebenenfalls die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe an.

    Bei einer Akutbehandlung ist die Krankenkasse der Kostenträger.

    Behandlungswege – Vorgehensweise in der Suchtbehandlung

    Schritt 2 | Entwöhnung

    Die Entwöhnung oder Therapie ist in der Regel eine mehrmonatige Behandlung der Abhängigkeit mit den Zielen der Stabilisierung der Persönlichkeit, der Rehabilitation und der Reintegration. Zusätzlich kann auch eine Reintegration in das Arbeitsleben stattfinden.

    Für die Entwöhnung gibt es sowohl ambulante als auch stationäre Therapieangebote – auch Kombinationen hieraus sind möglich. Idealerweise schließt sich eine Entwöhnungstherapie direkt an die Entgiftung und den Entzug an. Meist vergeht jedoch zwischen Entzugsbehandlung und Beginn der Alkoholtherapie einige Zeit. Diese sollte man am besten mit dem Besuch von Selbsthilfegruppen und Motivationsgruppen in Beratungseinrichtungen überbrücken.

    Ambulante Therapien werden vor allem von psychosoziale Beratungs- und Behandlungseinrichtungen angeboten. Eine Therapie dauert meist zwischen 12 und 18 Monaten. Dabei finden ein- bis zweimal wöchentlich in der Beratungsstelle therapeutische Gruppen- oder Einzelgespräche statt.

    Die stationäre Entwöhnungstherapie in einer Fachklinik bietet einen geschützten Rahmen, in dem sich Alkoholabhängige ganz auf die Überwindung ihrer Krankheit konzentrieren können.

    Antragsverfahren:

    Eine Entwöhnungsbehandlung wird mit Hilfe der Suchtberatungsstelle beantragt.

    Folgende Unterlagen werden benötigt:
    Ärztlicher Befund, Formantrag und Sozialbericht (erstellt durch die Suchtberatungsstelle)

    Weiter

    Behandlungswege – Vorgehensweise in einer Suchtbehandlung

    Schritt 3 | Nachsorge

    In der Regel erfolgt nach dem Entzug und der Entwöhnung eine Nachsorgebehandlung mit Rehabilitation in das soziale und berufliche Leben.

    Weitere Hilfen

    Substitutionsärzte

    Als Substitutionstherapie wird die Versorgung bzw. Behandlung Drogenabhängiger mit Drogenersatzstoffen wie zum Beispiel Methadon bezeichnet.

    Durch die Substitutionsprogramme sollen Heroinabhängige gesundheitlich und sozial stabilisiert werden, damit die eigentliche Entwöhnung von der Drogensucht folgen kann.

    Eine psychosoziale Betreuung durch Fachkräfte der Suchtberatungsstellen ergänzt die medizinische Substitutionsbehandlung. Begleitende Beschäftigungsprogramme können die soziale und berufliche Eingliederung erleichtern.

    Ärzte, die substituieren, haben eine spezielle Fachausbildung absolviert oder arbeiten mit einem Konsiliararzt zusammen.

    Experten in eigener Sache

    Selbsthilfegruppen

    Neben den Angeboten der professionellen Suchthilfe spielen die Selbsthilfegruppen eine ganz wichtige Rolle. Sie erfüllen eine wichtige Aufgabe in der Suchtbehandlung und bieten ambulante Hilfe für diejenigen Suchtkranken an, die aus eigener Einsicht und ohne stationäre Behandlung ihre Abhängigkeit überwinden wollen.

    Weitere Selbsthilfegruppen
    ➥ Gesundheitsnetzwerk Rastatt Baden-Baden

    Beratung und Hilfe für Kinder und Jugendliche

    Wenn Eltern suchtkrank sind

    Insbesondere Kinder leiden, wenn ihre Eltern von Alkohol oder anderen Drogen abhängig sind.  Wenn ein Familienmitglied suchtkrank ist, ändert sich für jeden in der Familie etwas. Oft wird aber in der Familie gar nicht darüber gesprochen, dass etwas nicht stimmt.

    Es kann sehr hilfreich sein, sich jemandem anzuvertrauen, um das loszuwerden, was einen so sehr beschäftigt und belastet. Andere seine Gefühle mitzuteilen heißt nicht, dass man seine Familie hintergeht!

    In Baden-Baden gibt es einige Beratungsstellen, in denen Fachleute arbeiten, mit denen man gut sprechen kann und die helfen können.

    Es ist wichtig, dass man sich Hilfe sucht, wenn einen die derzeitige Situation oder auch Dinge aus der Vergangenheit sehr belasten.

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